Die Pflanzen der Schamanen

Der Vortrag ist auf einen späteren Termin verschoben.

Dienstag, 31. März 2020
um 19.30 Uhr

Die Pflanzen der Schamanen
Ein Erlebnisabend mit Dr. Christian Rätsch

Christian Rätsch

Die mexikanische Kulturgeschichte ist ohne den religiösen und schamanischen Gebrauch der Pflanzen der Götter nicht vorstellbar. Archäologische Funde deuten auf das hohe Alter der kultischen Verwendung.

In den kolonialzeitlichen Quellen werden sie oft genannt und z. T. detailliert beschrieben. Es gibt über hundert bewußtseinserweiternde Pflanzen in Mexiko, die bedeutsamsten sind die Zauberpilze (Psilocybe sp., Panaeolus sp.), der Peyotekaktus (Lophophora williamsii), die Winden (Turbina corymbosa, Ipomoea violacea) und die verschiedenen Stechapfelarten (Datura inoxia, Datura ceratocaula).

Als die Europäer in die Neue Welt drängten, begegneten sie erstmals Schamanen, die sie abschätzig als „Zauberer“ und „Schwarzkünstler“ bezeichneten. Ihre Götter oder Hilfsgeister wurden als Götzen, Idole und Teufelswerk degradiert; ihre heiligen Tränke als Hexengebräu diffamiert.

Durch das inquisitorische Vorgehen der Kirche wurde der indianische Gebrauch der Pflanzen der Götter in den Untergrund gedrängt und seit etwa 100 Jahren wiederentdeckt.

Christian Rätsch ist einer, der die Pflanzen und die Schamanen wieder ans Licht brachte und in seinen Seminaren und Vorträgen diese alten Kulturen und ihre Bräuche wiederbelebt.

Diesen Abend sollten Sie sich nicht entgehen lassen!

Dr. Christian Rätsch, ein international gefragter Referent und Autor, studierte in Hamburg Altamerikanistik, Ethnologie und Volkskunde.

Seit zwanzig Jahren erforscht Rätsch in aller Welt schamanische Kulturen und deren ethnopharmakologischen, ethnomedizinischen und rituellen Gebrauch von Pflanzen.

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